Förderung

Förderung: Statusermittlung, Verlauf, Ergebnis

 

Wichtigstes Ziel in unserer Einrichtung ist es zunächst, die Jugendlichen zu einer Akzeptanz ihrer Behinderung und damit zu einem realistischen Selbstbild hin zu führen.

 

Zu Beginn werden vorliegende Informationen ausgewertet und die vorhandenen Fähigkeiten getestet:

 

-        Grundarbeitsfähigkeiten (z.B. Umgang mit Material, mit Werkzeug, ergonomische Arbeitsweise)

-        Berufstypische Fertigkeiten (Holzbearbeitung; Unterweisungen an Maschinen)

-        Arbeits- und Sozialverhalten

-        Persönliche Entwicklung

 

Um den unterschiedlichen Ausprägungen der Behinderung gerecht zu werden, verwenden wir neben pädagogischen auch ergotherapeutische Methoden, um die jungen Menschen zu dem bestmöglichen Ergebnis anzuleiten, das bei ihren Einschränkungen möglich ist.

 

Im Maßnahmeverlauf werden die Fortschritte und auftretende Schwierigkeiten in den notwendigen Bereichen beobachtet und analysiert.

 

Zum Abschluss erstellen wir jeweils ein Kompetenzprofil, das genaue Auskunft über die Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch über die Einschränkungen gibt.

 

Das Ziel ist nicht nur eine Hinführung zu Ausbildung oder Arbeit, sondern darüber hinaus eine Anleitung zu einem eigenverantwortlichen und möglichst selbstbestimmten Leben.

 

Unsere Ergotherapeutin gestaltet z.B. den einzelnen Arbeitsplatz und die Arbeitsprozesse so, dass Erfolgserlebnisse haben und sich ermutigt fühlen, sich Herausforderungen zu stellen. Sie arbeitet teilweise mit am Arbeitsplatz, beobachtet Auffälligkeiten und kann sofort eingreifen. Die Anforderungen werden je nach Bedarf einerseits variiert, um Fertigkeiten zu vermitteln, andererseits, um Lernanreize zu schaffen bzw. auch reale Grenzen aufzuzeigen.

 

Ergotherapie, Sozialbetreuung und Fachanleitung stehen im regelmäßigen Austausch und arbeiten gemeinsam an der individuellen Qualifizierung.

 

Die Betreuerinnen befinden sich neben dem Arbeitsplatz, sind immer ansprechbar und begegnen den Jugendlichen in jeder Pause. Wöchentlich finden Einzelgespräche und Gruppenstunden statt.

 

Die Betreuung der unterschiedlichen Gruppen (Praktikanten, Zusatzjobber und Auszubildende) ist auf den unterschiedlichen Bedarf ausgerichtet.

 

Die Zusatzjobber (Langzeitarbeitslose) sind durchschnittlich ca. 3 Jahre älter als die Azubis; sie sind oft schon mehrfach gescheitert, sind oft sehr frustriert und leben oft allein.

 

Sie bedürfen besonderer Ermutigung, Hilfen bei vielfältigen Problemen, die im Zusammenhang mit Misserfolgen entstanden sind, aber in Verbindung mit klaren Grenzen.

Durch den engen täglichen Kontakt werden einige Probleme bereits sichtbar; die Jugendlichen benötigen aber viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, um Vertrauen aufbauen und dann ihre Probleme mitteilen zu können:      

-        Konflikte am Arbeitsplatz

-        Hilfebedarf bei der Alltagsbewältigung ( Antragstellungen, Wohnungssuche, Behördenkontakte)

-        Persönliche Probleme (Verschuldung, Süchte, belastende Familienkonflikte)

 

So kann die Sozialbetreuung umgehend reagieren und Hilfestellungen geben in geäußerten Problembereichen, welche die Jugendlichen in ihrem Wohlbefinden und in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.

 

Ergotherapie, Sozialbetreuung und Fachanleitung stehen im regelmäßigen Austausch und arbeiten gemeinsam an der individuellen Qualifizierung.